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Objekt des Quartals 1_2017
 

Kreismuseum Wewelsburg

Burgwall 19
33142 Büren-Wewelsburg
Tel.: 02955 / 7622-0
Fax: 02955 / 7622-22
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Objekt des Quartals

Miniaturgemälde mit Ansicht der Wewelsburg

Vermutlich von Wilhelm Stiehl, Öl auf Holz
Kreismuseum Wewelsburg, Inv. Nr. 18971

Fingerring

585er Gold mit verzierenden Prägungen, gefasster Rubin
Kreismuseum Wewelsburg, Inv. Nr. 18970

„Johannes Dirkes“

Wilhelm Stiehl, Öl auf Leinwand, um 1925
Reproduktion
Kreismuseum Wewelsburg, Inv. Nr. 18968

 

Das Kreismuseum Wewelsburg erhielt im Herbst 2016 im Rahmen einer Schenkung unter anderem ein auf einem Holztäfelchen ausgeführtes, kleinformatiges Ölgemälde der Wewelsburg. Es zeigt eine Ansicht des Schlosses von Norden vor den ab 1934 durch die SS begonnenen Umbauten der Anlage. Auch wenn das Bild keine Signatur trägt, dürfte es sich um ein Werk des Wewelsburger Malers Wilhelm Stiehl (1862–1935) handeln. Als solches firmiert es in der Familientradition der Schenkerin.

Der Kenntnisstand über das Leben des aus Wewelsburg stammenden Künstlers ist bislang sehr lückenhaft. Außer dem Geburts- und Todesdatum ist lediglich bekannt, dass Wilhelm Stiehl ab 1887 an der Akademie der bildenden Künste in München Malerei studierte.

Aus der genannten Schenkung stammt auch ein auffälliger goldener Herrenring mit Rubin und verzierenden Prägungen. Dieser Ring ist auf einem großformatigen Ölgemälde des Malers zu sehen, das aus Platzgründen hier nur als Reproduktion ausgestellt werden kann. Dieses zeigt das Porträt des in Dortmund-Hörde ansässigen Lehrers und Schuldirektors Johannes Wilhelm Dirkes (1875–1940), der darin den ausgestellten Herrenring am Ringfinger der linken Hand trägt. Dirkes war mit dem Künstler Stiehl weitläufig verwandt. Sein Vater Johann Heinrich Dirkes war um 1835 in Wewelsburg geboren worden und als Maurer in das wachsende Dortmund abgewandert. Er heiratete die ebenfalls aus Wewelsburg stammende Therese Stiehl, vermutlich eine Verwandte des Künstlers und lebte mit seiner Familie in Dortmund-Hombruch.

Das Gemälde ist angesichts seiner späten Entstehungszeit auffällig altmeisterlich-klassisch ausgeführt und drückt dadurch möglicherweise den Willen aus, den Porträtierten in eine bürgerliche Tradition zu stellen.

Die Tochter des Porträtierten, Johanna, vermachte dieses Gemälde zusammen mit einem ähnlich gestalteten Porträt ihrer gleichnamigen Mutter und einem weiteren Ölgemälde des Künstlers Wilhelm Stiehl dem Kreismuseum Wewelsburg.


Die Vitrine zum "Objekt des Quartals" befindet sich im Turmzimmer des Historischen Museums des Hochstifts Paderborn.

 
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