Vorträge in der Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933-1945

Regelmäßig lädt das Kreismuseum Wewelsburg international anerkannte, renommierte Wissenschaftler und weitere kompetente Referenten zu interessanten Vorträgen über Themenbereiche der Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933-1945 ein. Auf dieser Seiten finden Sie eine Übersicht der verschiedenen Vorträge, die in der Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933-1945 gehalten wurden oder in Kürze anstehen. In den meisten Fällen führt Sie ein Link zu  ausführlichen Informationen zu der Veranstaltung.

Sie haben einen Veranstaltungstipp, eine Idee für einen Vortrag oder eine Frage zu einer Veranstaltung? Senden Sie uns Ihren Vorschlag als E-Mail oder rufen Sie uns an! Wir freuen uns, auch in Zukunft zahlreiche Besucherinnen und Besucher in Wewelsburg bei interessanten Vortragsveranstaltungen zu begrüßen!


Vortragsarchiv mit Berichten

16. Mai 2013, 19 Uhr

Das SS-Helferinnenkorps.
Die weiblichen Angehörigen der Waffen-SS und ihre Stellung in der Sippengemeinschaft der SS

Dr. Jutta Mühlenberg referierte in Wewelsburg über das SS-Helferinnenkorps, ihren Kriegseinsatz und das Ziel von „Reichsführer“ Heinrich Himmler, eine Schwesterorganisation der Schutzstaffel mit weiblichen Mitgliedern zu schaffen.

Die Frauen auf dem Schwarzweiß-Foto lachen. Sie sind jung, hübsch, gut gelaunt, modern frisiert, tragen knielange Röcke und lässig-schräg auf den Köpfen sitzende Mützen. Schaut man in ihre Gesichter, finden sich wenige Unterschiede zu heutigen jungen Frauen um die 20 Jahre. Doch auf der linken Brusttasche der Frauen auf dem Foto prangen die doppelten Sigrunen der SS, es ist aufgenommen im Sommer 1944, im SS-Erholungsheim Solahütte, 30 Kilometer entfernt vom Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, inmitten der Frauen steht der SS-Obersturmführer Karl-Friedrich Höcker, Adjutant des Auschwitzer Lagerkommandanten.

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25.04.2013, 19 Uhr

Verbrannte Bücher verkannter Dichter - wider das Vergessen - wieder gelesen

Vortrag zum 80. Jahrestag der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933
Privatdozent Dr. Jürgen Nelles, Institut für Germanistik, Universität Bonn

Der Bild-Vortrag führte einige prägnante Beispiele für Bücherverbrennungen von der Antike bis in die Gegenwart vor Augen, um unter anderem zu zeigen, auf welche unselige Tradition sich die Nationalsozialisten 1933 ganz bewusst beziehen konnten und bezogen haben.

Unter Bücherverbrennung versteht man ganz allgemein die demonstrative Zerstörung von Büchern oder ande­ren Schriften durch Feuer, häufig mittels eines Scheiterhaufens. Die meist öffentlich durchgeführten Verbrennungen erfolgten und erfolgen in der Regel wegen politischer, moralischer oder religiöser Einwände gegen die Inhalte solcher Schriften oder gegen deren Verfasser und ihre Ansichten oder Lehren. Mindestens genauso wichtig ist es bei Bücherver­bren­­nungen, dass die miss­liebigen Bücher bzw. die Bücher missliebiger Autor­en nicht nur tat­sächlich verbrannt werden, sondern derartige Aktionen als publikumswirksame Inszenierungen gestal­tet und mit symbolischen Bedeutungen versehen oder aufgeladen werden.

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31. Januar 2013, 19 Uhr

Lippes Grüner Hügel -
Die Wagner-Festwochen in Detmold 1935-1944

Vortrag Studierender des Musikwissenschaftlichen Seminars der Universitäten Paderborn und der Hochschule für Musik Detmold

Überregional beachtete Richard-Wagner-Festspiele im kleinstädtischen Detmold unter Teilnahme der bedeutendsten Wagner-Interpreten aus Bayreuth, großzügig finanziert aus öffentlichen und privaten Geldquellen und besucht von einer noch nie da gewesenen Schar an Musikfreunden und Neugierigen – was sich anhört, wie ein größenwahnsinniger Plan für ein Wagner-Musikevent unserer Tage, hat es tatsächlich in Detmold gegeben, 1935 bis 1944 in Gestalt der jährlich durchgeführten „Richard-Wagner-Festwochen“.

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13. Dezember 2012, 19 Uhr

Die SS-Männer im Spiegel des "Ariers", Dr. Paula Diehl

Der „Neue Mensch“ war das zentrale Motiv der NS-Ideologie. Der „Arier“ als „biologisches“ Substrat sollte die rassenhygienische und mythisch-religiöse Regeneration des deutschen Volkes herbeiführen. In der SS sah Heinrich Himmler die geeignete Organisation für die Verwirklichung dieses Plans. In der Propaganda standen die SS-Männer für politisches Engagement, Macht und Gewalt. Ihre idealisierten Körper symbolisierten den Mythos des „Neuen Menschen“. In ihrem Vortrag veranschaulicht Paula Diehl den Entwurf des „Ariers“ und seine Projektion auf die SS-Männer.

31. Oktober 2012, 19 Uhr

Rückgrat der SS oder bloßes Organisationsgerippe?

Der Münchener Historiker Bastian Hein referierte im Kreismuseum Wewelsburg über die Allgemeine SS und ihre Mitglieder und stieß damit auf enormes Besucherinteresse

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22. September 2012, 14 Uhr

4. Wewelsburger Symposium: "Neid, Ressentiments, Überlegenheitsgefühl - Gesellschaftliche Ausgrenzungsmechanismen gestern und heute"

Referenten:
Dr. Isabel Enzenbach
Dr. Silke Schneider
Dr. Volker Weiß
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06. September 2012, 19 Uhr

 

 

Die Frau in der SS. Von Akteurinnen, Täterinnen, Mitläuferinnen und Unwissenden zwischen 1933 und 1945, Victoria Evers und Olga Heptin

Die Frau sollte „Hüterin des Blutes“, Hausfrau und Mutter, das Aushängeschild der Familie sein. So jedenfalls lautete die Propaganda der SS. Doch wie viel wussten die Ehefrauen tatsächlich von den Aktivitäten ihrer Männer? Waren sie vielleicht sogar treibende Kraft? „Frauen in der SS. Zwischen Mutterschaft, Arbeitsdienst und politischer Teilnahme“ heißt das Forschungsprojekt, mit dem sich die Museumspädagoginnen der Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg 1933 – 1945, Olga Heptin und Victoria Evers, mit genau diesen Fragen auseinandergesetzt haben.


20. Juni 2012, 19 Uhr

Reinhard Heydrich. Leben und Tod des Chefplaners des Holocaust (1904-1942), Prof. Dr. Robert Gerwarth

Reinhard Heydrich war einer der mächtigsten Männer des "Dritten Reiches". Als Chef des Reichssicherheitshauptamtes war er zentral an der Lenkung des NS-Terrorapparates beteiligt. Robert Gerwarth hat die erste wissenschaftliche Biographie Heydrichs geschrieben und referiert in Wewelsburg über dessen Leben und Wirken.
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31. Mai 2012, 19 Uhr

SS und Secret Service - "Verschwörung des Schweigens": Die Akte Karl Wolff, Dr. Kerstin von Lingen

SS-Obergruppenführer Karl Wolff war einer der engsten Vertrauten Heinrich Himmlers. In Italien verhandelte er 1945 mit dem US-Geheimdienst die Kapitulation der dortigen Wehrmachtstruppenteile. Kerstin von Lingen zeigt auf, wie ein vom amerikanischen und britischen Geheimdienst aufgebautes Netzwerk Wolff nach dem Krieg vor jeder Verfolgung schützte.


19. Januar 2012, 19 Uhr

Innenansichten der Wehrmacht. Die Abhörprotokolle aus Fort Hunt, Dr. Felix Römer

Wie dachten Wehrmachtssoldaten über den Nationalsozialismus, die Kriegsverbrechen und den Holocaust? Ein kürzlich entdeckter Quellenbestand beleuchtet die Mentalitätsgeschichte der Wehrmacht neu. Deutsche Soldaten wurden in US-amerikanischer Kriegsgefangenschaft ohne ihr Wissen belauscht. Die Ergebnisse der Abhörprotokolle präsentiert Dr. Römer in Wewelsburg.
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8. Dezember 2011, 19 Uhr

Organisierte Veteranen der Waffen-SS in der Bundesrepublik. Die Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit (HIAG): Gesellschaftliche Integration und Vergemeinschaftung, Dr. Karsten Wilke

Über vier Jahrzehnte existierte eine Veteranenvereinigung von ehemaligen Waffen-SS-Soldaten. Der Vortrag arbeitet ihren Doppelcharakter als Soldatenbund und Nachfolgeorganisation der SS unter demokratischen Bedingungen heraus.


14. Juli 2011, 19 Uhr

Meine Großeltern, die Nazis? - Eine exemplarische Familiengeschichte, Moritz Pfeiffer

Opfer, Mitläufer oder Täter? Moritz Pfeiffer ging der NS-Vergangenheit seiner Großeltern auf den Grund. Über das Ergebnis seiner Recherche referierte der wissenschaftliche Volontär des Kreismuseums im Burgsaal der Wewelsburg.
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17. Juni 2011, 19 Uhr

Vernichtungskrieg - Der deutsche Überfall auf die Sowjetunion vor 70 Jahren, Prof. Dr. Wolfram Wette

Am 22. Juni 1941 überfiel die deutsche Wehrmacht ohne Kriegserklärung die Sowjetunion. Der Feldzug wurde von deutscher Seite als rasseideologisch motivierter Vernichtungskrieg geführt und kostete mehr Opfer als jeder andere Krieg der Menschheitsgeschichte. Der renommierte Freiburger Historiker Wolfram Wette referierte in Wewelsburg über Verlauf und zentrale Charakteristika dieses Krieges.
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26. Mai 2011, 19 Uhr

Ordensburg und Völkermord. Zur Kunstgeschichtspolitik der SS, Dr. Christian Welzbacher

Geschichte und Architektur wurden im NS-Regime politisiert und instrumentalisiert. Der rücksichtslose Umbau mittelalterlicher Schlüsseldenkmäler durch die SS diente nicht zuletzt der Rechtfertigung des als "Kolonisation" verbrämten Völkermordes in Osteuropa. Über Beispiele, Planmäßigkeiten und Widersprüchlichkeit referierte der Berliner Kunsthistoriker Dr. Christian Welzbacher.


25. November 2010, 19 Uhr

Der Streit um die Erinnerung an NS-Geschichte: Das Beispiel Wewelsburg, Wulff E. Brebeck

Welche Prozesse von Trauer und Sprachlosigkeit, Schuldabwehr und Scham, Verdrängen und Schweigen, Aufarbeiten und Gedenken gab und gibt es seit 1945? Der Vortrag des Wewelsburger Museumsleiters Wullf E. Brebeck zeigte, dass die Entwicklung in Wewelsburg als Spiegel der gesamtgesellschaftlichen Geschichte gesehen werden kann.
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6. November 2010, 14 Uhr

3. Wewelsburger Symposium: "Die SS - Selbstverständnis, Mentalitäten, Karrieren"

Referenten:
Prof. Dr. Ulrich Herbert
Dr. Matthias Hambrock
Markus Moors, Dipl. Pol., Dipl. Arch.
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28. Oktober 2010, 19 Uhr

Heinrich Himmler - Eine Biographie, Prof. Dr. Peter Longerich

Der bekannte NS- und Holocaustforscher Prof. Dr. Peter Longerich referierte in Wewelsburg über den Mann an der Spitze der SS: Heinrich Himmler. Wer war der "Reichsführer SS", Chef der deutschen Polizei, Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums, Innenminister und Befehlshaber des Ersatzheeres?
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6. Oktober 2010, 19 Uhr

Verfolgung und Deportation der europäischen Juden - Das Beispiel Theresienstadt, Dr. Vojtech Blodig

Dr. Vojtech Blodig, der stellvertretende Leiter der Gedenkstätte Theresienstadt/ Tschechische Republik informierte in seinem Vortrag über die Geschichte des großen Sammel- und Durchgangslagers Theresienstadt, das durch seine propagandistische Inszenierung bekannt wurde, in dem aber vor allem Zehntausende Menschen den Tod fanden.


16. September 2010, 19 Uhr

Überlebende des KZ Niederhagen-Wewelsburg und ihre Erinnerungen, Kirsten John-Stucke

Wie kann man Lebens- und Arbeitsbedingungen der KZ-Häftlinge in Wewelsburg erfahrbar machen? Was haben diese selbst aus der Zeit ihrer KZ-Haft aufbewahrt, woran erinnern sie sich, welche Schwierigkeiten und Chancen bietet die Arbeit mit Zeitzeugen? Diesen Fragen widmete sich die stellvertretende Museumsleiterin des Kreismuseums Wewelsburg, Kirsten John-Stucke in ihrem Vortrag.
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1. Juli 2010, 19 Uhr

"Die Brüder Himmler", Katrin Himmler

Wohl unzählige Male dürfte ihr die Frage gestellt worden sein, ob sie etwa „mit dem Himmler“ verwandt sei. Was für ein Familienname, welch eine Bürde: Katrin Himmler hat ein Buch über ihre innerfamiliäre Spurensuche über ihren Großonkel, den "Reichsführer SS" Heinrich Himmler geschrieben. In Wewelsburg las sie vor einem großen Publikum.
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10. Juni 2010, 19 Uhr

"Schwarze Sonne" - Die Wewelsburg als Bezugspunkt für rechtsradikale Selbstbilder, Phantasien und Musik, Dana Schlegelmilch

Seit Jahren zieht die Wewelsburg Besucher aus rechten oder völkisch-esoterischen Kreisen an, die hier einen ideologischen Bezugspunkt und Wallfahrtsort sehen - vielfach mit historisch falschen und politisch bedenklichen Grundannahmen. Dana Schlegelmilch fasste die gängigen Rezeptionen der Wewelsburg in der rechten Szene zusammen.
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27. Mai 2010, 19 Uhr

Die Quadratur des Kreises: Wie sich die Geschichte der SS museal darstellen lässt, Dr. Jan Erik Schulte

Wie lässt sich die Geschichte der Schutzstaffel (SS) der NSDAP in all ihren ideologischen, sozialen, verbrecherischen Facetten museal darstellen? Dieser Frage widmete sich der Vortrag von Dr. Jan Erik Schulte, der an ausgewählten Exponaten die konzeptionellen Grundlagen der neuen Dauerausstellung vorstellte.


6. Mai 2010, 19 Uhr:

"2 oder 3 Dinge, die ich von ihm weiß", Malte Ludin

Der Regisseur Malte Ludin hat in einem beeindruckenden Film die eigene NS-Familiengeschichte aufgearbeitet und den innerfamiliären Umgang mit dem Vater - einem verurteilten NS-Täter - dokumentiert. Nach der Filmvorführung stand Ludin dem Publikum für eine anregende Diskussion zur Verfügung.
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15. April 2010, 16 Uhr:

"Die Gesellschaft der Gegenmenschen", Prof. Dr. Harald Welzer

Der bekannte Essener Sozialpsychologe referierte am Tage der Eröffnung der Dauerausstellung "Ideologie und Terror der SS" über die Frage, wie sich innerhalb kürzester Zeit, zwischen der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten im Jahr 1933 und dem Beginn der Massenvernichtung im Sommer 1941, die Werte und Normen einer Gesellschaft so grundlegend wandeln konnten, dass die Täter ihr Tun gar für moralisch richtig und tugendhaft halten konnten.
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